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Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung - Neubau „Personalisierte Produktion“ Bauteil V, Stuttgart

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) bekommt einen Neubau in Stuttgart-Vaihingen. Drei Forschungszentren und ein Tagungsbereich werden hier unter einem Dach versammelt. Das Gebäude ist die zweite Baumaßnahme auf dem Birkhof-Areal, beide folgen der städtebaulichen Zielplanung. Die Bauflucht entlang der Nobelstraße wird aufgenommen und fördert die gewünschte urbane Atmosphäre im Straßenraum. Die kompakte viergeschossige Bauform kann den Raumbedarf auf optimierter Grundfläche nachweisen und schont die Ressource Baugrund.
Helle horizontale Brüstungsbänder aus Gussglas laufen um das gesamte Gebäude. Die ornamenthafte Oberfläche des opaken Bandes verleiht den Fassadenbändern ein lebhaftes Erscheinungsbild. Die transparenten Fensterbänder unterscheiden sich entsprechend Raumnutzung und Himmelsrichtung in der Höhe, so dass die Bänder leicht mäandrieren. Die Komposition der Bänder über alle Geschosse wirkt ausgewogen und harmonisch und verleiht dem Baukörper Eigenständigkeit und angemessene Präsenz zur Nobelstraße.

Der Haupteingang springt zurück und leitet die Tagungsgäste und Mitarbeiter in das repräsentative Foyer mit Atrium. Der lichtdurchflutete Bereich des Atriums bildet die Vorzone für den Tagungsraum, der für 360 Besucher ausgelegt ist und eine unverbaute Aussicht auf die östlich gelegene Grünfläche hat. Der Cafeteriabereich schließt fließend an das Atrium an und profitiert von der Lage am Innenhof, der auch der Außengastronomie dient. Westlich des Innenhofs sind Technika über zwei Geschosse mit Galerien angeordnet. Die Hallen dienen der Erforschung und Demonstration von Produktionsprozessen. Zum Einbringen und versetzen der Maschinen und Roboter ist ein Hallenkran vorgesehen.

Die beiden Raumspangen Tagungsraum im Osten und Technika im Westen bestimmen die Grundstruktur des Hauses. Im zweiten Obergeschoss liegen hier weitere Labore der Forschungszentren. Zwei Technikzentralen bilden den oberen Abschluss der beiden Spangen und versorgen die Labore auf kurzem Weg mit den entsprechenden Medien. Zwischen den Spangen, um den Innenhof und auf der Nord- und Südseite, sind die Arbeitsplätze der wissenschaftlichen Mitarbeiter untergebracht. Jedem der drei Forschungszentren (ZCCI, ZAP und ZCPS) ist ein Obergeschoss zugeordnet. So ist Adressbildung möglich, die Orientierung im Gebäude wird erleichtert und durch zentrumsinterne Treppen kann jedes Forschungszentrum eine in sich eine abgeschlossene Einheit bilden.

Bauherr: Fraunhofer-Gesellschaft München
Planung und Realisierung: 2019-24
BGF und BRI: 11.200 m², 49.400 m³

Wettbewerb 2019, 1. Preis

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